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wie Compilerflags setzen und zu verwendende Bibliotheken angeben. Ein Auf-
ruf des Skripts Configure erzeugt aus den Dateien Configuration und
Makefile.tmpl ein funktionstüchtiges Makefile. Danach bewirkt make
die Erstellung der ausführbaren Datei httpd, dem Apache Webserver.
Startet man httpd bzw. unter Windows apache.exe, läuft ein im Sinne
des Abschnitts 3 voll funktionierender Webserver7. Wie dort bereits beschrieben
wurde, ist die Aufgabe des Servers, an einem bestimmten Port einer bestimm-
ten Adresse zu horchen und auf eingehende HTTP-Anfragen zu warten. Die
Information, an welchem Port bzw. für welche Adressen mit jeweiligem Port
der Server aktiv werden soll, steht neben vielen anderen Informationen, in der
für den Apache Webserver sehr wichtigsen Datei, der Datei httpd.conf.
Nahezu das ganze Verhalten des Apache Webservers wird in dieser Datei durch
Direktiven festgelegt. Apache kennt zur Zeit über 150 Direktiven, die stets gut
dokumentiert sind. Die richtige Einstellung dieser Direktiven ist der Grund-
stein eines sicheren und performanten Servers. Einige dieser Direktiven sollen
im Rahmen dieser Arbeit erklärt werden. Um eine erste Direktive vorzustellen,
sei an dieser Stelle als Beispiel der Ausschnitt mit der Port-Direktive aus der
Datei httpd.conf gezeigt:
#
# Port: The port to which the standalone server listens. For
# ports < 1023, you will need httpd to be run as root initially.
#
Port 80
Hinter einem Kommentarblock steht die Port-Direktive, die den Apache auf
der Standardportnummer 80 horchen lässt. Wie dem Kommentar entnehmbar
ist, muss der Apache in diesem Fall als root gestart werden, da UNIX dies für
die Ausführung von Programmen, die auf Portnummern kleiner 10248 horchen,
verlangt. Dies spielt für die Sicherheit beim Verarbeiten der HTTP-Anfragen
eine große Rolle und ist unter anderem Gegenstand des Abschnitts 4.1.
Als weiteres sei hier die DocumentRoot Direktive vorgestellt, die angibt, welches
Verzeichnis auf / abgebildet wird. Die Zeile
DocumentRoot /ein/absoluter/Pfad
sorgt beispielsweise dafür, dass auf die Anfrage
GET /mit/Unterverzeichniss/EineDatei.html HTTP/1.0<CR><LF><CR><LF>
die Datei /ein/absoluter/Pfad/mit/Unterverzeichniss/EineDatei.html,
sofern vorhanden, ausgeliefert wird.
7das Kopieren der Binärdatei in ein passendes Verzeichnis wird hier nicht beschrieben,
da hier keine Anleitung zur Installation gegeben werden soll. Die Unterschiede zwischen den
Systemen erfordern eine ausführlichere Behandlung, die den Rahmen sprengen würde.
8die ersten 210 Ports, also von 0 bis 1023, sind entsprechend geschützt. Der Kommentar
müsste also <= 1023 oder < 1024 lauten. In allen überprüften Distributionen unterschlägt
der Kommentar die Portnummer 1023.
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